Klarinette

Manche denken, die Klarinette sei schwarz lackiert, damit sie mehr “Style” hat. Tatsächlich aber ist das Holz, aus dem die Klarinette gebaut ist, wirklich so schwarz. Die Bäume dazu wachsen in Afrika und es ist sehr teures und kostbares Holz. Die Klappen der Klarinette sind allerdings “nur” versilbert, denn echtes Silber wäre für die meisten wohl zu teuer…

Um überhaupt einen Ton mit der Klarinette spielen zu können, braucht man unbedingt ein kleines Stück Holz, ein Rohrblatt, dass man am Mundstück befestigt. Dieses Blatt versetzt die Luft in Schwingungen, dadurch entsteht der Ton. Es macht Spaß, an den Blättern zu tüfteln, bis man den perfekten Sound gefunden hat. Weil das Holzblatt für den Ton verantwortlich ist, zählt man die Klarinette auch zu den Holzblasinstrumenten.

Spätestens als Wolfgang Amadeus Mozart ein Fan der Klarinette wurde und immer mehr für sie komponierte, wurde sie zum Star der Orchesterinstrumente. Aber weil man auf der Klarinette einen sehr großen Tonumfang hat, und sie sowohl laut als auch leise sehr gut klingt, ist sie in vielen Genres beliebt. Etwa im Jazz (Benny Goodman), im Klezmer (das ist jüdische Volksmusik) oder auch in der österreichischen Volksmusik und Blasmusik. Hier kann man sich auch klanglich austoben und etwa wie ein Löwe brüllen oder Töne nach oben – oder unten „biegen“.

Außerdem gibt es die Klarinette noch in verschiedenen Ausgaben: kleine Klarinetten, die höher klingen und sehr große Klarinetten (Bassklarinette), die sehr tief klingen.

Ein Instrument, das gut aussieht und gut klingt – was will man mehr!!

Text: Martin Fischer