Saxophon

Auf den ersten Blick haben die beiden Geschwister, das Saxofon und die Klarinette, nicht viel gemeinsam. Die Klarinette wird aus Holz angefertigt, schwarz, mit versilberten Klappen und schlank. Das Saxofon hingegen glänzt meist wie Gold, denn es wird aus Messing gebaut. Es ist außerdem breiter, etwas schwerer, ein Gurt hilft dabei, das Instrument bequem zu tragen. Auch was das Alter betrifft, liegen die beiden weit auseinander, denn das Saxofon, um 1840 erfunden, ist fast um 150 Jahre jünger, als die Klarinette. Und doch gibt es eine ganz entscheidende Gemeinsamkeit. Ein kleines Stück Holz, genannt Rohrblatt, wird bei beiden Instrumenten auf das Mundstück gespannt und dient zur Tonerzeugung, da es die Luft in Schwingungen versetzt. Deshalb zählt man beide Instrumente zur Familie der Holzblasinstrumente.

Benannt ist das vielseitige Instrument nach seinem Erfinder Adolphe Sax. Im Jazz fand das Saxofon zu seiner Leidenschaft und blühte so richtig auf. Heute ist es aus der Popular- und Unterhaltungsmusik nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Jahren wurde es von berühmten Dj‘s auch gerne für Clubmusik verwendet. In der klassischen Musik gab- und gibt es viele Fans des Saxofons.

Hat man mal EIN Saxofon erlernt, lernt man alle Mitglieder der Saxofonfamilie kennen: Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxofon. Bei einem vollständigen Familientreffen dieses Blasinstruments geht dann natürlich die Post ab.

Scheinbar hält das Saxofonspielen auch noch jung, denn Lisa Simpson spielt es seit ihrem 8. Lebensjahr und ist seither nicht mehr gealtert.

Text: Martin Fischer